Archiv | Uncategorized RSS feed for this section

Bolivien-Salar de Uyuni

12 Jul

Nach unserem recht interessanten Tag in La Paz ging es dann weiter mit der Tour nach Salar de Uyuni. Leider hatten wir eine viel zu überteuerte Tour schon in La Paz gebucht, was uns später dann auch reichlich Ärger bereitet hat…aber die Landschaft, die uns geboten wurde, hatte dies fast wieder gut gemacht…^^

Auf einer 3-tägigen Tour sahen wir ein Dampflokomotivenfriedhof, durchfuhren das Highlight Boliviens,die Salzwüste (Salar de Uyuni), waren frühmorgens auf 5000m Höhe, wo bei eisiger Kälte riesige Dampfwolken aus dem Boden aufstiegen, besichtigen Heiße Quellen, beobachteten Flamingos in den Lagunen und fuhren an ewig reichenden Wüsten- und Steppenlandschaften vorbei, von denen man nicht genug Bilder machen konnte… 

Bolivien- La Paz

6 Jul

Ein viiiiiiel zu verspäteter Eintrag über meine Reise nach Bolivien (vom April höhö). Aber da sich mein Freiwilligenjahr mittlerweile schon dem Ende zuneigt, möchte ich doch noch die Gelgenheit nutzen über meine Reisen und Abenteuer zu berichten 😉

Die Reise ging am 18. April los, als sich 3 Arequipeñas vom Terminal zunächst Richtung peruanisch-bolivianischer Grenze machten. Der erste Halt war somit Puno, die Stadt, die von Touristen größtenteils wegen des TITICACA-Sees besucht wird. Nach einem halbtägigen Aufenthalt in Puno ging es dann weiter zur Grenze, wo ich auf ein unerwartetes Problem stieß…und zwar hatte ich anders als die andern beiden als Koreanierin kein Visum für Bolivien!!! Zum Glück konnte ich mich dann aber doch noch für umgerechnet 36 Euro „in das Land kaufen“ und erhielt eine Aufenthaltsberechtigung in Bolivien für 30 Tage…

Nach dieser ersten Hürde ging es dann weiter gen Süden. Bei der Busfahrt konnte man durch das Fenster die schöne Landschaft des Titicaca-sees aufnehmen…

 

 

 

 

 

Und irgendwann kamen wir dann auch in LA PAZ an! Es gab leider bei unserer Ankunft keine freien Hostels mehr, sodass wir uns zwangshaft ein Hotel suchen mussten, wo es dann nach einigem Rumfeilschen auch nicht mehr gaaaanz so teuer war 😉

So sah eine typische Gasse in La Paz aus 🙂

In unserem Hotel konnten wir dann auch gleich eine Tour nach SALAR DE UYUNI buchen und hatten für den Tag auch noch eine Stadttour inklusive.

Unsere erste Station war VALLE DE LA LUNA (Tal des Mondes), das aus lauter Felsen und Türmern besteht und im Laufe von Millionen Jahren durch klimatisch bedingte Abtragungen entstanden ist.

Während unseres Rundgangs sahen wir immer wieder kleine Schildchen, die mit “ Mother Moon“, „The Lady´s Hat“ oder „The Turtle Hill“ beschriftet waren. Diese Namen wiesen auf einige Felsformationen hin, denen die Einheimischen nach ihrer Form entsprechende Symbole zugeordnet hatten.

 

 

 

 

 

 

„Madre de la Luna“

 

Dann ging es weiter auf einen Aussichtspunkt, von dem aus man die große Stadt auf einen Blick erfassen konnte.

…weiter zur Plaza de Armas

Nach Beendigung der Führung gins es dann zu Fuß quer durch die Innenstadt und die Kunsthandwerksstände.

Puno-zwischen bunten Kleidern und auf schwimmenden Inseln

24 Feb

Zum Fest der Jungfrau Candelaria war ich wieder mit meiner Gastschwester Juanita unterwegs und diesmal in PUNO!!! Das Fest bestand darin, dass Tanzgruppen aus den unterschiedlichsten Regionen Perus sich in Puno versammelten, um ihre Tänze und Trachten vorzuführen. Ich hatte noch nie so ein wechselhaftes Wetter wie an diesem Tag in Puno erlebt! Uns wurde die ganze Palette von Sonnenschein bis hin zu Regensturm inklusive Hagel geboten. Nachts ging es dann auf den Straßen recht laut und betrunken zu mit lauter Musik und tanzenden Menschen…

Und da wir auch schon in Puno und am Titcaca-See waren, haben wir gleich die islas de Uros besichtigt, die auf dem See schwimmende Inseln sind. Das ist schwer vorstellbar, wie Menschen auf diesen Inseln leben sollen, wenn man sie nicht selbst gesehen hat. Mit kam es so vor, als wären sie aus einer Fantasielandschaft entsprungen.

Der Urwald

7 Feb

Nachdem sich in Arequipa und in meinem Freiwilligenjahr ein bisschen der Alltag eingeschlichen hatte (und ich somit nichts zu schreiben hatte) ergab sich für mich spontan die Möglichkeit zusammen mit Franzi in den Regenwald zu reisen und dort Weihnachten zu feiern!

Lima-Tarapoto

Unsere gemeinsame Reise fing somit in Lima an, von wo wir mit Movil Tours nach Tarapoto fahren wollten. Die Busfahrt war erstens aufgrund der Feiertage viel zu teuer und zweitens startete sie mit einer Verspätung von 3 Stunden…und später fuhr er gar nicht mehr aufgrund einer defekten Tür, sodass schon von Anfang an unsere Geduld erprobt wurde. Jedoch erwies sich im Laufe unserer Reise, dass 3 Stunden Verspätung wirklich…wirklich nichts waren.

Tarapoto-Yurimaguas-Lagunas

Nachdem wir dann insgesamt 28 Stunden von Lima nach Tarapoto gebraucht hatten, waren wir glücklich, dass es dann schleunigst mit einem Kollektivo auf nach Yurimaguas ging. Diese nächtliche Fahrt auf einer vor Kurzem befestigten Straße durch Sturm und Blitz war auch nicht ganz ungefährlich, da der Regen kleine Erdrutschen verursacht hatte. Aber schließlich gelangen wir dann doch am Hafen „La Boca“ in Yurimaguas an, wo wir sofort von zwei Typen angesprochen wurden, die uns das Schiff nach Lagunas zeigen wollten. Ganz vertrauensvoll sahen sie ja nicht aus, aber wir sind ihnen erst einmal gefolgt, um einen „guten“ Hängemattenplatz am Deck zu ergattern. Dann wurden uns zwei Hängematten für einen zu teuren „Touripreis“ verkauft, aber als sie dann da hingen, waren wir recht glücklich, dass bald um 10 Uhr das Schiff ablegen sollte! Bis jetzt lief also alles nach Plan…

Gegen 10 gab es aber noch kein Anzeichen von einem baldigen Start. Noch schauten wir in aller Ruhe zu, wie allerlei Güter und Tiere auf das Schiff geladen wurden, die mit uns nach Iquitos transportiert werden mussten. Wir sind ja schließlich in Peru! Nach einer Weile befanden sich am untersten Deck Reissäcke, Mehlsäcke, Schweine, Hühner, Kühe,…die man im Zwischen- und Oberdeck, wo sich die Reisenden befanden, hören und teilweise riechen konnte. Als es dann 12 Uhr wurde, schlichen sich langsam Sorgen ein, aber da der Rest der Welt ruhig und geduldig schien, versuchten wir uns nichts vorzumachen. Dann hieß es aber „es geht um 5 Uhr Nachmittag los!“ Na gut, dachten wir, zumindest heute noch.

 Aber allen Hoffnungen zu Trotz legte das Schiff nicht noch am selben Tag ab. Es sollte erst am nächsten Tag losgehen! So lagen wir einen ganzen Tag in unseren Hängematten und warteten nur darauf, dass sich doch ENDLICH MAL DIESES SCHIFF BEWEGTE!

Am nächsten Morgen gegen 11 Uhr stieß ich einen Freudenschrei aus, als das Schiff tatsächlich den Hafen verließ und gemächlich in Richtung Lagunas, unserem Zielort, den Fluss durchquerte.

Danach lief unsere Reise für ein paar Tage wieder gut. Wir trafen auf ein nette Unterkunft (ECO, für diejenigen, die mal eine Dschungeltour in Lagunas machen sollten^^) und eine super Agentur (Acatupel).

 Die Dschungeltour war wirklich herrlich. Vielleicht war es nicht so, wie es sich viele vorstellen mit Abenteuer, exotischen Tieren und viel Gefahr. Eher im Gegenteil. Es war einfach sehr ruhig, total ungefährlich (vielleicht mit Ausnahme der allanwesenden Mücken) und Tiere…haben wir leider auch nicht so viele zu Gesicht bekommen.

Aber der Regenwald war einfach auf seine eigene Art schön und gab auf den täglichen Kanufahrten viel Zeit zum Nachdenken. Natürlich haben wir auch ein paar spannende Sachen erlebt. Wir haben eine ganze Affenschar über unseren Köpfen klettern sehen, rosa Delphine beobachten können, und waren auf Krokodiljagd.

Dank der Tatsache, dass unser Führer ein guter Koch war, haben wir auch immer leckeres Essen bekommen. Und fast immer auf dem Teller war frisch gefangener Fisch. Bei einem Ausflug, bei dem es zu Fuß in den Wald hineinging, haben wir erfahren, wie sich die Bewohner hier alle möglichen Pflanzenarten zunutze machen. Die Heilpflanzen sollen gegen Erkältung, Fieber, Malaria helfen und sogar gut dafür sein, wenn Frauen schwanger werden möchten.

Einen besonderen Moment habe ich während unserer nächtlichen Krokodiljagd erlebt. Als wir mit dem Kanu rausfuhren lag ein wunderschöner Nachthimmel mit vielen klar leuchtenden Sternen vor uns. Und ganz plötzlich! fiel ein Stern vor meinen Augen, einen hellen Schweif hinterlassend. Meine erste Sternschnuppe!!! Das war einer der Momente, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Sicherlich war das unser Weihnachtsgeschenk…

Schon wieder Essen…

24 Nov

Mein erstes Meerschweinchen auf dem Teller

Vor Kurzem habe ich endlich die Bekanntschaft mit meinem ersten gebratenen Meerschweinchen gemacht…Ja und zu meinem Erstaunen ist es mir gar nicht so schwer gefallen alles aufzuessen 🙂

Mein erstes Meerschweinchen war aber  genau genommen auch kein ganzes, sondern nur ein Viertel von ihm…für das erste Mal hat es aber gereicht^^

Im Grunde hat es ganz „normal“ geschmeckt. So wie  Hühnchen, nur ein bisschen zäher. Also wieder mal eine schöne neue Erfahrung!

Während Jannika und ich uns aber schon ein bisschen vor den Krallen fürchteten, nahm unser kleiner Mathias (Neffe von Juanita) ganz einfach ein Schenkel und kaute daran rum…Also wir haben uns wirklich blamiert…

페루에서…

10 Nov

„드디어 Arequipa 에 도착했다…비행기에서 내리자마자 입이 다물어지지 않을 만큼 아름다운 광경이 눈에 들어왔다. 까만 밤 하늘에 노란 색깔의 불빛들 그리고 화산들이 너무 멋있었다.“

 6. September

이렇게 저는 제가 일년 동안 지낼 페루의 „하얀 도시“ Arequipa에 첫발을 내디뎠습니다. Frankfurt 에서 Lima까지 올 때 벌써 한번 비행기를 놓쳐봤기에 이번에는 제발 모든 일이 순조롭게 시작되길 바라면서 처음 보는 여러 것들에 신기해 했습니다. 공항에서 저와 또 한 명의 독일 친구를 친절하게 맞아준 Juanita와 그의 오빠 Anthony 가 우리랑 함께 집으로 갈 때만해도 아직 뭐가 뭔지 얼 떨떨 하기만 했던 기억이 납니다.

처음 몇 주는 집이 많이 보고 싶었습니다. 보통 외국에 나가는 Freiwillige 들은 처음에는 그저 새로운 것에 신이 나서 집 생각은 절 때로 안 난다고 해서 저도 당연히 그럴 줄 알았습니다. 더군다나 바이올린 때문에 많이 돌아다녀 봐서 적어도 첫 달은 독일이 안 그립겠지 하고 생각했는데 이상하게 집이 많이 보고 싶더라고요. 그래서 엄마의 „집을 나가봐야 얼마나 좋은지 알지“ 라는 말이 맞아 떨어진 겁니다.

하지만 어느덧 벌써 여기에서 지낸 지 2달이 넘었습니다. 시간이 정말 빨리 가는 듯싶네요^^ 이제는 여기 생활에도 많이 익숙해졌습니다. 매일마다 잠꾸러기인 제가 5시 반에 일어나 늘 그래왔듯이 헐레벌떡 준비하고는 버스를 타러 갑니다. 페루의 버스란 제 키만한 15 명이 간신히 들어가는 봉고차를 말합니다. 안에 공간이 얼마 크지 않아 어떤 버스에서는 좌석이 없을 때 윗몸을 숙인 채로 약간은 민망한 자세로 몇 분을 가야 합니다. 버스들은 색깔과 글자로 가는 방향이 구분이 되는데 어디에서든지 서고 출발하기 때문에 참 편합니다. 또한 문에서 항상 cobrador 라는 사람이 서있는데 열린 차문 밖으로 „seguro, seguro, ayacucho“ 하면서 버스가 가는 방향을 알려주고 내리는 사람과 타는 사람에게 안내를 해줍니다. 약간 옛날 한국 영화에서 봤던 „아저씨,오라이!“ 라는 게 생각나더군요……^^

그렇게 한 시간 반 동안 버스를 타고 북쪽으로 한참 가면 우리 학교가 나옵니다. 근처는 찻길도 되어 있지 않은 집들만 옹기종기 모여있는 그저 먼지사막입니다. 바람이 불 때는 눈 코, 입, 다 막지 않으면 모래가 다 들어가버립니다. 학교에는 물 시설도 제대로 되어있지 않아 화장실은 정말 꼬옥 필요할 때만 씁니다. 환경이 이러한데 애들은 정말 밝고 활기 찹니다. 모든 일을 궁금해하며 호기심이 많은 애들입니다. 신기하게도 한국의 드라마들을 많이 알더라고요. 그러면서 „선생님은 권상우를 직접 알아요?“ 라고 물어볼 때면 뻥이라도 치고 싶습니다.

제가 학교에서 하는 일은 500 명의 학생이 있는 학교 전체에 하나 밖에 없는 영어 선생님과 수학선생님을 도와드리는 것입니다. 가장 어려운 점은 학생들의 수준이 너무 차이가 크다는 것입니다. 고등학생인데 아직도 구구단을 제대로 못하고 기본적인 것들에 대한 이해력이 많이 부족 합니다. 그래서 제가 또 한 가지 하고 있는 것은 초등 5, 6 학년 애들과 오후보충 수업을 하는 것입니다. 어떻게든 재미있게 하려고 „구구단을 외자, 구구단을 외자“를 스페인어 버전으로 변곡해서 애들에게 가르쳐 줬습니다^^ 그리고는 한 주 한 주 애들에게 구구단을 다 외우게 하고 있습니다. 처음에는 애들이 너무 정신 없게 해서 어떻게 수업을 하고 왔는지 모를 지경이었습니다. „아..선생님 하기 정말 힘들다“ 그러다가 차차 애들이 제 말을 듣기 시작하고 친해지니 모두 너무 귀여워 보입니다. 항상 수업이 끝나고 집에 손을 잡고 가면 „독일에는 집은 어떻게 생겼어요? 선생님 집에 가봐도 돼요?“ 하면서 물어보곤 합니다.

이렇게 어린 학생들은 어린 대로 귀엽고, 큰 애들은 마치 친구동생처럼 지냅니다. 큰애들은 이제 한참 사춘기에 접어들어 감성이 아주 풍부합니다. 그래서 남학생이건 여학생이건 이성 친구 때문에 우는 적이 한두 번이 아닙니다. 학교 선생님들이 이성교재를 못 하게 하니 적절한 저한테 와서 고민상담도 하고 그럽니다. 그렇다고 내가 무슨 상담을 해줄 수 있는 처지가 아닌데 말 입니다…

모두 어려운 환경에서 온 학생들이지만 그 중에서도 특히 부모가 없어서 학비를 내려고 돈을 벌러 다니는 애들이 있습니다. 그리고는 학교에 와서 피곤해 엎어져 자 있는 애들을 보면 어떻게 해야 할지 모릅니다. 한 학년에서 졸업 할 때마다 학비가 엄청난 대학에 장학금을 받고 들어 갈수 있는 학생이 단 두 명이랍니다. Secundaria (고학년) 4학년에 특별이 제가 애착이 가는 애가 있습니다. 저에게 한번은 „선생님은 엄마 아빠 안 보고 싶으세요?“ 하면서 묻더라고요. 그리고는 자기도 엄마 아빠가 보고 싶다면서 저에게 말을 했습니다. 나이는 많은데 몸집은 조그만 한대다 항상 밝게 웃던 애가 그러니 마음이 안쓰러웠습니다. 또 다른 가족과 살고 있어 더 이상 못 만나는 자기 아빠가 그립다고 우는 여자 아이도 있었습니다. 이럴 때 저는 그저 무슨 말도 못 하는 채 가만히 안아주면서 마음으로 위로 해 줄 수 밖에 없었습니다.

이렇게 저는 좋은 선생님이 된다는 것은 그저 지식만 전달하는 사람이 아니라 학생들과 인생에 대해서도 나누고 같이 공부 해야 하는 것이 다는 것을 느꼈습니다. 아직은 제가 애들에게 조언을 해주고 위로가 돼 주기에는 많이 부족 한 것 같습니다. 하지만 노력하고 있습니다. 아이들과 같이 배우고, 나누면서 좋은 언니, 누나, 좋은 선생님이 되려고요. 해서 아이들에게 꿈을 심어 줄 수 있는 사람이 되었으면 좋겠습니다.

언제 한번 한 남학생이 와서는 제게 물어보더군요: „선생님, 선생님은 왜 항상 행복해 보이세요?“

이거 아주 좋은 징조 아니겠습니까? ^^

2010 년 11월 9일

Alles in Lila :) Feste in Peru

9 Nov

18.22 Uhr Dienstag Abend

Und ich habe mir gedacht, du könntest wieder mal was schreiben 🙂

„Señor de los Milagros“

Ja der Titel „Alles in Lila“ bezieht sich tatsächlich auf die Farbe, die hier im Oktober tonangebend war. Viele Frauen liefen in einer violetten Kutte herum. Am Anfang habe ich wirklich gedacht, dass die Farbe plötzlich zur Mode geworden sei. Dabei hatte das damit zu tun, dass Oktober hier als Monat des „Señor de los Milagros“ (Herr der Wunder) gilt. Am 18. Oktober wird in einer der größten Prozessionen Perus das Abbild des „Señor de los Milagros“ auf einer 2 Tonnen schweren Sänfte durch die Stadt getragen.

Dieses Abbild geht auf eine Wandmalerei zurück, die vermutlich von einem aus Angola stammenden Sklaven im Ort Pachacamilla bei Lima gemalt wurde. Einer Legende zur Folge soll die Wand, auf der sich dieses Gemälde befand, allein ein Erdbeben überstanden haben. Daraufhin entstand die „Bruderschaft des Herrn der Wunder“, zuder ein breiter Anteil der peruanischen Bevölkerung angehört.

Die Prozession brachte die Straßen Arequipas zum Erliegen, sodass man am besten gleich zuhause blieb. In unserem Colegio fand auch eine kleine Veranstaltung statt: Jede Klasse hatte ein Bild von dem „Señor de los Milagros“ mit vielen Blumen und Kerzen auf einem Tisch postiert. Danach wurde gebetet und dem Herrn gedankt.

Dieser Anlass hat mir wieder gezeigt, wie katholisch die Peruaner geprägt sind. Es war wirklich erstaunlich, dass sich so viele Menschen zu einem religiösen Fest versammelten und wirklich in jeder Ecke der Stadt Blumen und Kerzen in violetter Farbe zu sehen waren. Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was ich von solchen Prozessionen und Abbildungen halten soll. Generell sehe ich hier, dass überall Bilder vom gekreuzigten Jesus und von Maria hängen. Egal ob im Haus, im Bus oder in der Schule. Selbst die Stickers, die unter den Schülerinnen ausgetauscht wird, gibt es die verschiedensten Bilder von Jesus. Dieser (für mein Empfinden) Übermaß  an vervielfältigen Abbildungen hat für mich bezüglich des Glaubens eher eine oberflächliche Wirkung…

Halloween

jetzt zu einem überhaupt nicht religiösen Fest: Halloween! Ja das gibt es auch hier 🙂 Nur die Leute verkleiden sich etwas anders…und zwar so wie bei uns im Karneval. Es gibt zwar auch ab und zu dunkle Gestalten, aber generell verkleiden sich die Menschen, so wie sie gerade Lust haben. Am Abend des Halloween sind wir allesamt in die Stadt gegangen und wurden überwältigt von der Menschenmasse. Alle Diskotheken waren überteuert, da wirklich alle feiern gegangen sind…:)

„Tag der kriollischen Musik“, „Tag der Toten“ und „Tag der Lebenden“

Diese drei Feste fanden am 31.Oktober, 1. und 2. November statt. Der „Tag der kriollischen Musik“ ist eine peruanische Festlichkeit an dem die Kriollische Musik geehrt wird. In allen Restaurants, Bars und Clubs wird life Musik mit Gitarren und Cajones (Boxen) gespielt und typisches Essen und Getränke serviert. Unsere Familie ist eben auch zu einem Restaurant eines Nachbarn gegangen und wir haben lecker gegessen.

Am „Tag der Toten“ (Allerheiligen bei uns) gehen alle Menschen zum Friedhof, um mit Blumen ihre verstorbenen Angehörigen zu besuchen. Unsere Mama hat uns erzählt, dass man auch als Geschenk für seine Angehörigen einen Tisch bereitet mit den Sachen, die die Verstorbenen zu Lebzeiten gerne gegessen haben.

Im Gegensatz dazu werden am „Tag der Lebenden“ das Leben und die Lebenden gefeiert. Freunde uns Familien werden besucht und es wird gemeinsam gegessen.

So…diesmal war der Artikel leider nicht so voll mit Bildern, weil ich zu faul zum Fotografieren war (Ja, das passiert auch mal mir!) Aber ich hoffe, dass er trotzdem etwas interressant war…:)

Bis zum nächsten Mal kk

Eure Kuschi

Aufstieg

25 Okt

Jaaaaa ich bin tatsächlich auf 4000m über dem Meeresspiegel gewesen ;D

Und es war wirklich ein Wunder, dass ich da hochgekommen bin. Denn neben dem sportlichen Rest unserer kleinen Truppe sah ich ziemlich blöd aus. Aber wir haben viele Pausen gemacht und die Kokapflanze, das Allheilmittel, hat sein Übriges getan^^ Unser Ziel war ein Ort auf 4000m, wo die Dorfbewohner jedes Mal hingehen, wenn sie Brennholz brauchen. Einfach krass, dass die da IMMER hochsteigen…

Nach dem 3-stündigen Auf-und Abstieg sind wir noch dem Rest unserer Gruppe hinterhergegangen zum Canyon. Und abends durften wir uns ein paar traditionelle Kleider anprobieren 🙂

Das ist von unsererm Abschied…

Cañon del Colca-2

25 Okt

Am ersten Tag sind wir mit Perdro aufs Feld gegangen, haben ein bisschen gearbeitet und vieles über die Kokapflanze erfahren. Die Bewohner arbeiten tatsächlich noch mit Pflug und Kühen als Antriebsmittel. Wir haben etwa 10 min einem Paar beim Säen zugeschaut, was ich wirklich in dieser Form zum ersten mal gesehen hatte.

 Einerseits kam mir das ganze Dorfleben so idyllisch vor. So sollten die Menschen ja eigentlich mit der Natur umgehen. Sie stellen wirklich alles selbstständig her, ohne Maschine und Chemikalien; das was sie herstellen wird 100-prozentig verwertet oder recycelt. Für seine Nahrung zu arbeiten und ihren Wert zu schätzen ist etwas, was in unserer Gesellschaft nicht so vorhanden ist. Wir haben schließlich alles auf dem Supermarkt rechts um die Ecke.

Dementsprechend ist aber auch der Zeit- und Kraftaufwand. Pedro erzählte uns, er stehe jeden Morgen um 5 Uhr auf. Dann geht er zur Arbeit, kommt um 7Uhr  zum Frühstücken nach Hause und geht wieder los aufs Feld. Dann spätabends kann er wieder nach Hause und seinen Tag beenden.

Die Schlucht bei Chivay-3 Tage im Cañon del Colca

24 Okt

Cañon del Colca 

Juuhuuu ich habe mich nach langem wieder mal dazu aufgerafft einen Artikel zu schreiben. Ihr dürft euch freuen, denn es sind echt schöne Bilder und Geschichten dabei 😛

Der Trip zum 3 Stunden von Arequipa entfernten Cañon del Colca begann am Samstag den 16.10. auf dem Plaza de Armas, wo sich alle 10 Weltwärtsler von SEM, eine weitere deutsche Praktikantin, unsere Chefin Mayra und zwei peruanische Freunde von ihr pünktlich um 2.30 Uhr morgens trafen. Einschließlich unseres Busfahrers waren wir also 15 Leute an der Zahl, die alle in einen kleinen Bus reinpassten und sich riesig auf die Reise zur Schlucht bei Chivay freuten. Laut Wikipedia (^^)misst man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht aus bis zum Río Colca 3.269 m. Damit ist der Cañón del Colca der zweittiefste Canyon der Welt. Und dementsprechend waren unsere Erwartungen auch sehr hoch, als wir Samstagmorgen gegen 8 Uhr auf den Cañon del Colca stiegen und darauf warteten, dass die berühmten Kondore über unsere Köpfe fliegen.

Leider ließen diese sich aber nicht so schnell blicken, sodass wir erst nach zwei Stunden ein paar mickrige Fotos von einem Kondor machen konnten. Währenddessen habe ich natürlich auch reichlich Fotos gemacht^^

Nach der Begegnung mit dem Kondor fuhren wir dann ins Hostal und gingen gleich darauf zum Mittagessen in ein sehr hübsches Restaurant. Dort habe ich dann meinen ersten Alpaca gegessen (Schmeckt eigentlich so wie Rindfleisch^^)

Am Nachmittag entspannten wir uns bei den Aguas Calientes (Thermalwasser), wo wir unter freiem Himmel und im warmen Badewasser Pisco Sour und heiße Schokolade genießen konnten. Herrlich 🙂

Das Dorf Canocota und la Casa Vivencial Huaynalima 

 

Am nächsten Morgen ging es dann in das kleine Dörfchen Canocota, in dem etwa 80 Familien wohnen. Alle versorgen sich selbst von ihrer eigenen Landwirtschaft, was bedeutet, dass alle Nahrungsmittel rein biologischer Herkunft sind: Von Quinua und Kartoffeln bis zu Milch, Butter und Käse.

 Wir wurden herzlich bei der Familie von Pedro und Julia in ihrem Casa Vivencial Huaynalima aufgenommen, wo wir einfach die unglaublichsten Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnten.

Pedro hat uns einige Felder und sein selbst gebautes Gewächshaus gezeigt, wo man über seine technischen „Erfindungen“ staunen konnte. Z.B. hatte Pedro ein drehbares Fenster gebaut, das aus alten Plastikflaschen bestand. Mithilfe dieses Fensters kann er je nach Wetterbedingung die Innentemperatur des Gewächshauses regulieren.

 Und wir haben ein auch selbst ein bisschen auf dem Feld gearbeitet, was zwar anstrengend aber auch wieder neu und lustig war^^

 

Am Nachmittag habe ich mich tatsächlich getraut mit drei weiteren Leuten und Pedro auf den Laime zu steigen. Und es war… wirklich anstrengend. Aber Pedro hatte zum Glück ein paar Kokablätter gehabt, die einfach gut für alles sind. So ein Wundermittel also^^ Die Kokablätter sind für die Bauern sehr wichtig, da sie diese bei ihrer Feldarbeit kauen, um unter anderem ihr Hungergefühl zu mildern und Kraft zu kriegen. Außerdem gilt der Koka, was Teil der Natur ist, als Bindungsglied zwischen Mensch und Natur. Ich habe die Blätter genau zweimal probiert, einmal als wir selbst auf dem Feld waren, um Getreide zu ernten und eben dann, wo ich auf dem Berg keine Puste mehr hatte. Und irgendwie hat das Zeugs wirklich gewirkt und ich habe es mit den anderen bis zu unserem Ziel geschafft! 🙂

 Oben angekommen hat uns Pedro bei einer Tasse Kokatee die Geschichte von seinem Hund erzählt, was wirklich einem Film glich. Der Hund begleitet Pedro auf Schritt und Tritt und ist auch immer dabei, wenn sein Herrchen morgens um 5 Uhr auf die Berge steigt, um zu schauen, wo seine Kühe alle geblieben sind.

 

 

Am Abend Schließlich durften wir uns traditionelle Kleider anprobieren.

Ich find das steht mir voll 😀

Weitere Bilder von den ersten Tagen und die weiteren Geschichten von unserem Trip folgen noch…^^

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten